Donny, genannt „DD“, ist Lifestyle-Journalist und deshalb vornehmlich nachts in angesagten Clubs unterwegs. Während einer Taxifahrt springt eine geheimnisvolle rothaarige Frau erst vor und dann ins Auto, drückt DD einen silbernen Würfel in die Hand und gibt ihm noch eine Anweisung mit dazu, was er damit anstellen soll. Fortan wird der junge Journalist nicht nur von merkwürdigen, ganz in schwarz gekleideten Männern verfolgt sondern erlebt auch Flashback-artig Szenen aus seiner Vergangenheit, die die düstere Seite seines Charakters hervorkehren...
Nach der erfrischensten Einführung einer Haupfigur, die ich in letzter Zeit erleben durfte, entwickelt sich dieser schwedische Genre-Mix erst zu einem „Matrix“-artigen Action- und dann urplötzlich in einen rasanten, überraschungsreichen Psycho-Thriller im Stile von „Butterfly Effect“, wobei sich besagter silberner Würfel als mehr als nur ein Hitchcockscher McGuffin herausstellt. Hübsch verschachtelt und damit für den Zuschauer als veritable Ich-knack-den-Plot-Aufgabe genießbar, steuert der stilsicher inszenierte „Storm“ auf ein vieldeutiges Ende zu, welches wiederum dazu einlädt, sich den mit hochwertiger Optik versehenen Film gleich noch einmal anzuschauen. Ok, „Storm“ ist angesichts seiner Themenvielfalt nicht der Schlüsselfilm des Genres geworden, doch immerhin bietet er auf angenehme Weise intelligente Unterhaltung, bei der man zudem auch merkt, daß seine Macher sich sowohl um Form als auch Inhalt gesorgt haben. Und gerade das vermisst man meistens bei den Hollywood-Produktionen aus letzter Zeit. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Eric Ericson, Eva Röse, Jonas Karlsson u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin