Seit dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern lebt die junge Vivian bei ihrer Tante Astrid in Bukarest. Und da die beiden Werwölfe sind – selbst nennen sie sich allerdings Loup-Garous – haben sie sich dem Rudel von Gabriel angeschlossen, der die Stadt in seiner Hand hat. Als Vivian sich in den Amerikaner Aiden, einem Comic-Zeichner mit Vorliebe für Wolfs-Themen, verliebt, beschließt Gabriel, der Angst davor hat, dass Aiden hinter das Geheimnis der Loup-Garous kommt, dessen Tod...
Ganz im Fahrwasser des ähnlich gestrickten „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ dümpelt auch diese stark romantisierte Version eines Teenager-kompatiblen Werwolf-Films herum: seichter Horror, soapiges Melodrama und ansonsten „Romeo & Julia“ pur! Ok, das hört sich schlimm an, doch immerhin macht Katja von Garnier ihre Sache gut, zieht sich mit einigen genregerechten Actionszenen achtsam aus der Affäre und liefert mit ihrem „Blood & Chocolate“ schließlich das, wofür der zahlende Zuschauer an der Kinokasse auch sein Ticket bereitwillig löst: schlichte Unterhaltung, die gerade mal aufregend genug ist, um nicht das Popcorn zu verschütten. Einige logische Patzer (z. B. die Frage des Bekleidet-Seins vor und nach der Verwandlung) sowie das alberne Gegen-die-Wände-Hüpfen der noch in Menschengestalt jagenden Werwölfe seien angesichts der vielen atmosphärisch gut gelungenen Bukarest-Bilder verziehen. Bildformat: 2,35:1. Mit Agnes Bruckner, Hugh Dancy, Olivier Martinez, Katja Riemann u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin