Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

05.09.2025
356 Mal gelesen

Review

von Frank Trebbin

TV-Reporterin Taylor und ihre Filmcrew begleiten den jungen Leslie Vernon, der sich an den berühmten (hier als real gezeichneten) Massenmördern aus der Stadt Haddonfield, dem Camp Crystal Lake sowie der Elm Street orientiert und seine eigene Background-Legende strickt, um mit ihm „live“ auf Jagd nach einigen tumben Teenagern zu gehen. Ständig blickt man dabei Leslie quasi „über die Schulter“, bis schließlich die Mordnacht ansteht und man eine böse Überraschung erlebt...

Schlau, ganz schlau gibt sich dieser ungewöhnliche Slasher-Film, der mit den beiden Horror-Ikonen Robert Englund und Zelda „Poltergeist“ Rubinstein in Nebenrollen aufwartet. Fast ganz (d. h. 2/3 des Films) im Gewand von „Man Bites Dog“ oder „Blair Witch Project“ gekleidet – also quasi als Fake-Documentary – erleben wir die Blutgier von Leslie Vernon, der sich – wir wechseln mal kurz die Meta-Ebene – Jason Voorhees, Michael Myers und Co. zum Vorbild genommen hat und diesen Filmfiguren puncto Morde nacheifert. Fans des Genres, die sich mit der Herkunft besagter Vorbilder auskennen und den Genuss von falschem Dokumentarmaterial zu schätzen wissen (vgl. den diesbezüglich unschlagbaren „Cannibal Holocaust“), werden „Behind the Mask“ als geschicktes Spiel mit den gebotenen Versatzstücken deuten und deshalb auch einordnen können. Für ein Mainstream-Publikum dürfte Scott Glossermans Film allerdings aufgrund der durch die Ich-sehe-alles-durch-eine-Kamera-Technik kaum mögliche Verweigerung einer Identifikation mit Leslie Vernon eine wahre und vor allem unangenehme Tour-de-Force sein. Fazit wie schon oben gesagt: ungewöhnlich. Bildformat: 1,85:1. Des weiteren mit Nathan Baesel, Angela Goethals u. a.

Anmerkung: 2007 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.

© Selbstverlag Frank Trebbin

Details
Ähnliche Filme