Jackie und Jane Sicol sind zwei Schwestern, die schon einiges mitgemacht haben: Erst haben sich vor Jahren ihre Eltern in einem Ehekrach getötet und dann ist ihre jüngere Schwester Janice von drei Vergewaltigern ermordet worden. Logisch, dass man da einen Knacks weg hat. Doch der bornierte Psychiater Dr. Lawrence läßt Jackie und Jane wieder auf die Menschheit los – mit dem Ergebnis, dass die beiden Schwestern zu Serienmörderinnen werden.
Eigentlich ist die 96er Version von "Psycho Sisters" das Remake von Pete Jacelones eigenem, 1994 abgedrehten Direct-to-Video-Streifen gleichen Titels, der allerdings mit Ach und Krach bei Publikum und Kritik durchgefallen ist (deshalb auch jener Originaltitel mit der "2"). Jetzt ist alles viel größer und bunter geworden und auch der Griff zum 16mm-Film hat sich bezahlt gemacht, denn "Psycho Sisters" sieht durch und durch nach einem gelungenen B-Movie aus. Das Finale ist durchsetzt mit einigen grotesken Splatter-Effekten, die zwar preisgünstig gemacht worden aber durchaus wirkungsvoll sind und die das Herz der Fans solch deftiger Ware höher schlagen läßt. Kurzum: "Psycho Sisters" ist verhältnismäßig solide gemacht, gut gespielt und auf jeden Fall grimmiger als die üblichen TV-Made-Psychothriller. Mit Theresa Lynn, J. J. North, John Knox, Mac Winslow u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin