3D-Review
Ein Elitekorps der US-Army unter der Führung des Majors Dutch Schaeffer (Hollywoods derzeitige Mensch-Maschine Nr.1: Arnold Schwarzenegger) wird im mittelamerikanischem Dschungel abgeladen, um einen entführten US-Senator aus den Händen von Guerillas zu befreien. Die Mission mißlingt, der Senator wird erschossen und die vermeintlichen Befreier müssen sich durch die grüne Hölle zu ihrem Treffpunkt zurückschlagen. Dieser Weg wird zur tödlichen Falle, denn ein außerirdisches Wesen macht den Urwald unsicher und hat dort sein Jagdterrain eingerichtet. Ein Soldat nach dem anderen fällt dem Alien zum Opfer. Schaeffer, der letzte Überlebende seiner Truppe, schlägt unerbittlich zurück…
Regisseur John McTiernan, der bereits mit „Nomads“ sein Faible für harte Action in Verbindung mit Phantastik offenbart hat, liefert mit dem Science-Fiction-Knüller „Predator“ eine filmische Achterbahnfahrt mit annähernd Nonstop-Action und Dauerspannung ab. Was wie ein typischer Hurra-Patriotismus-Streifen beginnt – die Elitetruppe darf in den ersten zwanzig Minuten ganz schön wüten und das Guerillacamp zu Kleinholz zerlegen – schlägt unvermittelt in ein rasantes, erdgebundenes „Alien“-Spektakel um. Die teilweise sehr harten Splattereffekte sind in der deutschen Fassung geschnitten, trotzdem bietet der Film aufgrund seiner professionellen Machart nicht nur für normale Kinogänger tolle Stunts und Action bis zum Ende. Big Arnie hat hier sicherlich seine Traumrolle verwirklichen können, weil er zum Ende hin wie ein Neandertaler agieren darf („Conan“ läßt grüßen). Auf Video unmaskiert, auf Laserdisc letterboxed (1,75:1). Mit Arnold Schwarzenegger, Carl Weathers, Jesse Ventura, Bill Duke, R. G. Armstrong u.a.
Anmerkung aus 2013:
Mittlerweile ist der Film natürlich auch hierzulande uncut und in mit korrektem Bildformat erschienen. Gleichsam hat er immer noch seinen Status als Vorzeige-Boller-Actionfilm mit stilbildenden Einfällen behalten - auch wenn ich heute von "sehr harten" Splattereffekten nicht mehr sprechen würde. Dass 1987 niemand daran dachte, dass der vergleichsweise preiswert hergestellte "Predator" mal solch einen Siegeszug antreten und sogar noch rund 25 Jahre später in die dritte Dimension erhoben werden würde, spricht schon für sich, oder? Obwohl eine nachträgliche Konvertierung eigentlich - zumindest auf dem Papier - ziemlich sinnfrei zu sein scheint (außer für die Geldbeutel der Rechteinhaber), macht "Predator" in 3D überraschenderweise wirklich Spaß. Die Räumlichkeit ist natürlich, nichts wirkt aufgesetzt. Regelgerechte Pop Outs gibt es selbstverständlich keine, doch aber fliegt einem bei Explosionen so einiges entgegen. Das Beste an dieser 3D-Neuauflage ist jedoch das knackige Bild mit den frischen Farben und die starke Verbesserung des Tons, der nun mit dem Rumms kommt, den man sich weiland schon im Kino wünschte. Fazit: auch in dieser Form weiterhin sehr sehenswert.
© Selbstverlag Frank Trebbin