Der junge Jamie hat keine Freunde. Ist ja auch kein Wunder, denn anstatt zu spielen, betätigt er sich lieber als jugendlicher Voyeur bei den älteren Dorfschönheiten. Eines Tages entdeckt Jamie im Wald eine Grube, in der merkwürdige Wesen hausen. Er beginnt diese zu füttern. Als das Taschengeld für Fleisch verbraucht ist, lockt er ein paar ungeliebte Mitmenschen in den Wald zur Grube…
Mann, oh Mann, ist das ein Film. „Die Grube des Grauens“ bietet fast alles, was das Genre bei der etablierten Kritik in Mißkredit gebracht hat: Sleaze, Gore und haufenweise unlogischen Schund. Schlüpfrig ist der Film dadurch, daß der schätzungsweise zwölfjährige Jamie als knallharter Voyeur dargestellt wird, der auch vor Erpressung nicht zurückschreckt, nur um ein paar Titten zu sehen. So wird gut die Hälfte der Laufzeit mit solchen Sexeinlagen verplempert. Danach kommt der Horrorpart, der nicht gerade besonders umwerfend gelungen ist. Bis auf wenige Ausnahmen (die kurzen Nahaufnahmen der Bißwunden sind nicht ohne!) sieht man nicht, was mit den in die Grube geworfenen Opfern geschieht. Handwerklich ist „Die Grube des Grauens“ bescheiden, und nur die offensichtlich parodistische Absicht des Regisseurs, mal etwas anderes als einen Schlitzer-Plot zu präsentieren, rettet den Film vor dem totalen Untergang. Mit Sammy Snyders, Jeannie Elias, Laura Hollingsworth u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin