Staatsanwältin Doriana Polis zieht in Rom durch Zufall in jene Wohnung ein, die Wochen zuvor Schauplatz eines Callgirl-Mordes war, der allerdings nie aufgeklärt werden konnte. Plötzlich sieht sich Doriana von "bedrohlichen Schatten" verfolgt und als man ihr ein Video mit den Details des Verbrechens zusteckt, wird ihr klar, dass sie das neue Opfer des Killers werden soll. Oberstaatsanwalt Michele Wolf, der ein Auge auf Doriana geworfen hat, bittet seine Kollegin, in dem Fall neu zu ermitteln...
Was ist nur aus den guten alten italienischen Giallo-Thrillern geworden? Nicht nur, dass es heutzutage bloß noch billige TV-Produktionen sind, die dieses Feld beackern (vgl. Sergio Martinos "Sonjas Exzesse"), nein, es müssen auch nur noch platte, notdürftig zusammengeschusterte Krimi-Stoffe wie dieser hier sein, die auf ein Publikum treffen, das vor Jahren von Argento, Fulci und anderen verwöhnt worden ist. Die Geschichte von "Bedrohliche Schatten" schleppt sich mühsam über die Runden und ist angefüllt mit den üblichen Verdächtigen dieses Subgenres (inklusive einer sträflich schlecht gemachten Travestie, die ja auch zum ständigen Repertoire solcher Streifen gehört). Die Inszenierung durch Maurizio Lucidi ist ebenso lasch wie unbekümmert bzw. unbeteiligt. Im TV matted (1,66:1). Mit Barbara De Rossi, Gottfried John, Massimo Ranieri, Giuliana Calandra u. a.
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